Das zefog berät und begleitet Einrichtungen und deren Mitarbeitende

Bedarfsorientiert, wirkungsvoll, nachhaltig

Um „ Hospizkultur“ zu leben und zu pflegen, braucht es Menschen, Orte und Veranstaltungen. Vor allem braucht es die Bereitschaft, sich auf die Thematik des Lebens und Sterbens einzulassen und offen damit umzugehen. Der Caritas-Verband für die Diözese Speyer hat das Projekt Hospizkultur in seinen stationären Einrichtungen eingeführt.

Ziel ist, in den Einrichtungen die Hospizkultur weiter zu entwickeln und nachhaltig zu implementieren. Dazu werden Mitarbeitende geschult – und auch in ihrer Haltung in hospizlichen Fragen angefragt und gestärkt. Begleitet wird der Verband dabei vom Zentrum für Ethik, Führung und Organisationsentwicklung im Gesundheitswesen (Zefog).

Mit Beginn des Jahres 2016 wurde aus dem Bildungsbereich „Ethik in Medizin und Pflege“ im Heinrich Pesch Haus das zefog. Geleitet wird es von Birgit Meid-Kappner und Dr. Jonas Pavelka. Orientiert an den Erfordernissen der Einrichtungen haben sie zusammen mit verschiedenen Partnern die Geschäftsfelder Ethik konkret, Führungskräfteentwicklung und Organisationsentwicklung  profiliert.

„Auf der Basis des christlichen Menschenbildes greifen wir Veränderungswünsche in Einrichtungen des Gesundheitswesens auf und unterstützen die beteiligten Akteure dabei, ihre Projekte bedarfsorientiert, wirkungsvoll und nachhaltig umzusetzen“, sagt Birgit Meid-Kappner.

Diese Veränderungswünsche sind vielfältig: etwa die Verbesserung der interprofessionellen Zusammenarbeit, ein sicherer Umgang mit Konflikten oder die Entwicklung eines modernen Führungsverständnisses. Ein großes Anliegen der Unternehmen besteht darin, gemeinsam mit den Mitarbeitenden am wirtschaftlichen Erfolg zu arbeiten, ohne deren Bedürfnisse und die der kranken oder pflegebedürftigen Menschen aus den Augen zu verlieren. Anfragen kommen auch dann, wenn Einrichtungen Ethikarbeit implementieren möchten. Manchmal lautet der Auftrag auch ganz allgemein, die Organisationskultur insgesamt voranzubringen.

Unterschiedliche Organisationen – unterschiedliche Anliegen

So verschieden die Anliegen sind, so unterschiedlich sind die Kunden: Es sind Träger von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen aus der Alten- und Behindertenhilfe, Einrichtungen für psychisch erkrankte Menschen, ambulante Pflegedienste oder niedergelassene Arztpraxen, zählt Meid-Kappner auf.

Doch die Herausforderungen, mit denen die Klienten konfrontiert sind, ähneln sich: Nicht selten steht an erster Stelle der massive Fachkräftemangel in Medizin und Pflege oder der demografische Wandel. Letzterer bedeutet, dass immer mehr ältere, demente und multimorbide Patienten und Bewohner in den Einrichtungen leben. Hinzu kommen gesellschaftliche Veränderungen wie die, dass Menschen immer weniger zu Hause, sondern immer mehr in Krankenhäusern und Heimen sterben. Dass auch die Gewalt in Notaufnahmen drastisch zugenommen hat, ist ein weiteres Phänomen, mit denen sich z.B. Krankenhäuser zunehmend auseinandersetzen müssen.

Neben dem Caritas-Verband vertrauen inzwischen viele Unternehmen dem zefog und seinen Referent/innen: So startete jüngst die interprofessionelle und hierarchieübergreifende Führungskräfteentwicklung des Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier. Im Zuge der Fusion zweier christlicher Krankenhäuser in Karlsruhe zu den ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe plant und organisiert  das zefog  Führungsseminare und Inhouse Change Management Seminare“. Und im St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus in Ludwigshafen  bot es im vergangenen Jahr eine Ethikfortbildung für Chefärzte und in diesem Jahr eine Fortbildung für neu formierte Ethik-Tandems an.

Bei allen Seminaren und Veranstaltungen greift das Zefog auf die Expertise von langjährig erfahrenen Referentinnen und Referenten zurück. „Sie kennen den beruflichen Kontext der Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, betont Birgit Meid-Kappner. Ebenso wichtig ist ihr, dass sie „die Wertehaltung eines am christlichen Menschenbild orientierten Zentrums teilen oder zumindest offen dafür sind.“

Bernd Strohmaier,  Diplom-Pädagoge und Diakon, ist einer der Referenten. Im zefog ist er oft dann als Dozent gefragt, wenn es um Themen wie Hospizkultur oder Bestärkung von Menschen in der Begleitung von Sterbenden geht. Kein Wunder: „Hospizarbeit ist mein Lebensthema geworden“, sagt er. Einen Bericht über ihn lesen Sie hier.

Viel Zeit für Reflexion und Austausch

Aus ihrer Erfahrung heraus weiß Birgit Meid-Kappner wie auch Dr. Jonas Pavelka, worauf es den Teilnehmenden ankommt: „Sie brauchen keine Veranstaltungen, in denen sie nur berieselt werden, sondern einen Raum, in dem neue (Lern-)Erfahrungen möglich sind. Ein Setting, das nur anstrengend ist, bringt am Ende keinen Gewinn.“ Stattdessen setzt das zefog darauf, den Teilnehmenden Zeiten außerhalb ihrer beruflichen Tätigkeit zu bieten, in denen sie die Möglichkeit haben, ihre Kompetenzen zu erweitern, an ihrer Haltung zu arbeiten und neben fachlichen Skills auch Soft Skills zu entwickeln.

„Wir legen großen Wert darauf, dass die Führungskräfte wie auch andere Mitarbeitende die Gelegenheit bekommen, das eigene Handeln zu reflektieren und sich Spannungsfelder, denen sie täglich ausgesetzt sind, bewusst zu machen“, betont Birgit Meid-Kappner. In den Vorträgen und den interprofessionell besetzten Seminaren kommen die Teilnehmenden miteinander in den Austausch. Und so gelingt es ihnen fast immer, eigene Lösungen für Problemstellungen zu entwickeln.

  • Aktuelles

    Auch nach Abschluss einer Qualifizierung zum / zur Ethikberater*in bedarf es der regelmäßigen Fortbildung. Am Dienstag, 11.12.2018, besteht dazu die Möglichkeit: Im Follow-up geht es um ethische Fragestellungen in Einrichtungen sozialer Praxis, wie z.B. Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, Unterkünften für obdachlose Menschen, Einrichtungen der Jugend- oder der Altenhilfe.
    Seit der Fusion von Diakonissenkrankenhaus und  St. Vincentius-Kliniken zu den  ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe kommen regelmäßig  Führungskräfte ins Heinrich Pesch Haus. Über das Seminar „Führungsverständnis, Führungsrolle, Führungsinstrumente“ berichten wir auf der Seite „Einblicke“.
    Hintergründe und Berichte über unsere Fortbildungen und Veranstaltungen lesen Sie auf der Seite „Einblicke“.  
     
  • Die Ludwigshafener Ethische Rundschau

    Ludwigshafener-Ethische-Rundschau Wir bringen kluge Köpfe zusammen – und Thesen und Themen auf den Punkt. Die Ludwigshafener Ethische Rundschau hält Sie bei ethischen Fragestellungen im Gesundheitssektor auf dem Laufenden. Die zweite Ausgabe zum Schwerpunkt: "Ökonomisierung in der Pflege" für 2018 ist jetzt erschienen.  Hier erfahren Sie mehr.  
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