„Schnippeln im Erbgut – Pfusch oder Tusch?“ – Ethische Aspekte der Gen-Schere CRISPR-Cas 9

04. Jul. 2018, 19:00 bis 20:30 Uhr

Eine revolutionäre Methode in der Gentechnik verheißt die gezielte Entfernung von defektem menschlichen Erbgut oder dessen Änderung. Den Heilungschancen schwerer Erbkrankheiten wie z.B. Mukoviszidose oder Muskeldystrophie durch das Gene-Editing-Verfahren CRISP-Cas 9 stehen insbesondere bei Eingriffen in die Keimzellen schwer abschätzbare Folgen für die nachfolgenden Generationen gegenüber. Ende 2016 wurde diese Methode in China erstmals am Menschen eingesetzt. Es ist Zeit zu diskutieren, ob wir den genetisch perfekten Menschen schaffen können, oder ob wir Gott ins Handwerk „pfuschen“, wenn wir im Gen-Gut schnippeln.

Referent: Prof. Dr. Franz-Josef Bormann

Der Referent des Abends ist Lehrstuhlinhaber für Moraltheologie der Universität Tübingen und wurde 2016 in den Deutschen Ethikrat berufen. Er wird die neue Technik und ihre Möglichkeiten vorstellen, Grenzen erläutern und Anregungen zur theologisch-ethischen Reflexion bieten. Professor Bormann ist seit 2010 Mitglied der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer und seit 2012 Mitglied der Glaubenskommission und der Untergruppe Bioethik der Deutschen Bischofskonferenz.

Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger, die am Dialog zwischen Naturwissenschaften und Ethik interessiert sind sowie Fachleute aus der Humangenetik und Molekularbiologie.

Eintritt frei. Spende erwünscht.
Anmeldung bitte aus organisatorischen Gründen unter: 0621 5999-360 oder fendel@zefog.de

Für diese Veranstaltung wurden Fördermittel beim Land Rheinland-Pfalz beantragt.


Veranstaltungsort
Heinrich Pesch Haus - Katholische Akademie Rhein-Neckar

Anmeldung

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