zefog begleitet erneut Begegnungstag der Führungskräfte der Gesellschaften der St. Dominikus-Stiftung

„Wie werden unsere Werte tatsächlich gelebt?“

Rund zehn Jahre alt ist die Identitätslandkarte der St. Dominikus Stiftung Speyer und ihrer beiden Gesellschaften, der Gemeinnützigen St. Dominikus Schulen GmbH sowie der St. Marien- und St. Annastifts Krankenhaus und Jugendhilfe gGmbH. Seit vielen Jahren begleitet und moderiert das zefog am Heinrich Pesch Haus einen Begegnungstag der Führungskräfte der „St. Dominikus-Familie“. In diesem Jahr gestalteten die beiden Bildungsreferenten Birgit Meid-Kappner und Dr. Jonas Pavelka diesen Tag mit einer neuen Ausrichtung.

„Einen externen Referenten werden Sie heute vergeblich suchen“, begrüßte Meid-Kappner die etwa 60 Teilnehmenden. Denn während in den vergangenen Jahren externe Redner Impulse in den Tag einbrachten, waren diesmal die beiden Geschäftsführer Marcus Wiechmann und Dr. Armin Altmeyer gefragt. Die Frage an sie lautete: Was wird von den Werten, die dem Träger wichtig sind, bereits gelebt und wie soll es weitergehen?  Spannend waren ihre Ausführungen auch,  weil sich die beiden Gesellschaften –  Krankenhaus und Jugendhilfe auf der einen Seite und Schulen auf der anderen Seite – in ihren Kerntätigkeiten erheblich voneinander unterscheiden. Trotzdem, so die Überzeugung von Birgit Meid-Kappner: „Es gibt auch etwas, was sie in ihrer Haltung und Ausrichtung verbindet, und das soll heute im besten Fall wieder ins Bewusstsein kommen.“

In ihrer Begrüßung wies Sr. Gertrud Dahl OP, Vorsitzende der St. Dominikus Stiftung, darauf hin: „Eine gemeinsame Identität muss wachsen und kann nicht erzwungen werden. Wenn wir heute den Boden dafür bereiten können, haben wir unser Ziel erreicht.“ Und sie erinnerte daran, was Dominikanerinnen seit Gründung des Ordens ausmacht: Es gehe ihnen um das Zusammenleben in Gemeinschaft, um die Verkündigung der Lehre Gottes, und ihre erste Sorge galt und gelte dem Heil der Menschen.

Vier zentrale dominikanische Werte

In den vergangenen Jahren standen die vier zentralen dominikanischen Werten „Miteinander/Füreinander“, „Achtsamkeit“, „Dialogbereitschaft“ und „Achtung der Menschenwürde“ im Mittelpunkt. An diesem Nachmittag nun ging es darum, ob der Weg für die Umsetzung des dominikanischen Profils, den die Stiftung und die Einrichtungen eingeschlagen haben, noch stimmt .

Marcus Wiechmann machte an großen Themen, aber auch an Kleinigkeiten deutlich, wie die dominikanischen Werte in den Krankenhäusern und Jugendhilfeeinrichtungen sichtbar sind. Als Beispiele nannte er dieArt und Weise der Führung, in Strategieworkshops und im Ethikkomitee. Er hob hervor, dass man Individuen im Krankenhaus nicht alle auf eine gleiche Identität bringen könne. Er mache das auch daran fest, wie die individuellen Identitäten der Mitarbeitenden ernst genommen und wertgeschätzt werden.  Er sprach in seinem Impulsvortrag aber auch über Dinge wie Sauberkeit und Hygiene: „Bei uns stinkt es nicht“, sagte er plakativ und wies darauf hin, wie wichtig es ist, ein Krankenhaus zu betreten und sich dabei nicht unwohl zu fühlen.

„Eltern schätzen Vieles an unseren Schulen“, freut sich Dr. Armin Altmeyer. Für Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Lehrkräfte, sei es immer wichtig auszuloten: „Wie gleich muss es sein, und wieviel Unterschiedlichkeit wollen und befördern wir?“ Er verwies auf die Workshops, die die Schulen GmbH für die christliche Leitungskultur mit dem HPH veranstaltet haben. Für das kommende Jahr kündigte er eine Leitbildtagung für alle Mitarbeitenden an.

Nach den Impulsen der beiden Geschäftsführer waren die Führungskräfte an der Reihe: In bunt gemischten Kleingruppen diskutierten sie die beiden Fragen: Welche Ideen haben Sie im Hinblick auf die Schärfung des Profils  Ihrer Einrichtung für die nächsten Jahre?  Und: Was  würden Sie als Führungskraft tun, um das ausgewählte Thema umzusetzen. Welche Unterstützung wünschen Sie sich – von Ihrer Geschäftsführung, der Stiftung, vielleicht auch von den Ordensschwestern?

Ideen der Führungskräfte sind gefragt

Die Ideen und Wünsche waren vielfältig. Angesprochen wurden etwa der regelmäßige Austausch zwischen den Einrichtungen und der Stiftung, eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising. Sehr geschätzt wurden die Kurse der Christlichen Führungskompetenz in den Krankenhäusern und der Christlichen Leitungskultur in den Schulen mit dem HPH.

In den Einrichtungen wünschen sich die Führungskräfte, dass die interkulturelle Toleranz und Akzeptanz gefördert werde, dass es Workshops gebe zum Umgang mit aggressiven Personen und zu Sozialcourage, eine Freistellung für Praxisanleiter und die Anleitung zu guter Kommunikation. Adäquate Bezahlung an den Schulen und gute Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern liegt vielen am Herzen – und im Hinblick auf das Profil der Einrichtungen auch die Präsenz der Ordensschwestern.

„Es war gut, dass die Führungskräfte an diesem Tag so stark eingebunden wurden“, ist Birgit Meid-Kappner überzeugt. Denn von ihnen hängt es stark ab, ob und wie die dominikanischen Werte tatsächlich gelebt und umgesetzt werden.

Foto ©: Sie hielten die Impulsvorträge: Marcus Wiechmann (links) und Dr. Armin Altmeyer.

Weitere Bilder vom Begegnungstag finden Sie auf der Homepage der St. Dominikus Stiftung Speyer.

  • Aktuelles

    Der Caritasverband Speyer hat im vergangenen Jahr seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig zur Veranstaltungsreihe „Ethik im Dialog“ eingeladen. Der Austausch über ethische Fragen, die in der täglichen Arbeit auftauchen, wurde gerne angenommen und sehr geschätzt.  „Ethik im Dialog“ ist ein Ergebnis aus dem Projekt „Ethikberatung“, das der Caritasverband gemeinsam mit dem zefog realisiert hat, um ethische Konflikte in der Alten- und Behindertenhilfe besser lösen zu können. Dazu hat der Verband zwölf Mitarbeiter/Innen im zefog zu Ethikberatern ausbilden lassen. >> Mehr lesen
    Basale Stimulation in der Palliativversorgung ist eine wichtige Säule, um den Bedürfnissen der Betroffenen gerecht zu werden. Das Seminar „Was wir noch tun können“ am Donnerstag, 07.03.2019, sensibilisiert die Teilnehmenden für Chancen und Risiken einzelner Maßnahmen der Basalen Stimulation in der Palliativversorgung.
    Hintergründe und Berichte über unsere Fortbildungen und Veranstaltungen lesen Sie auf der Seite „Einblicke“.  
     
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