In insgesamt acht Fortbildungstagen (viermal zwei Tage) setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit den komplexen Anforderungen der ethischen Fallberatung und der Gremienarbeit auseinander. Das Programm spannte einen weiten Bogen von den theoretischen Grundlagen bis hin zur praktischen Implementierung in den Klinikalltag.
Fundierte Inhalte und rechtliche Sicherheit
Im Fokus der vier zweitägigen Module stand das Spannungsfeld zwischen medizinischer bzw. ärztlicher Indikation und der Patienten-Einwilligung. Die vertiefte Auseinandersetzung mit den medizinethischen Prinzipien und das Kennenlernen rechtlich relevanter Inhalte bildeten dabei das Fundament, um auch in schwierigen Fragestellungen zu gut begründeten Entscheidungen gelangen zu können. Neben der Ethikfallberatung wurden zudem organisationsethische Aspekte und wichtige Themen wie der Datenschutz und die Qualitätssicherung in Ethikkomitees beleuchtet.
Interprofessionalität als Erfolgsfaktor
Besonders geschätzt wurde die heterogene Zusammensetzung der Gruppe. Expert:innen aus der Pflege, der Medizin, der Seelsorge und der Psychologie brachten ihre jeweiligen Perspektiven ein. Dieser Austausch über die Berufsgruppen hinweg wurde als außerordentlich bereichernd erlebt und spiegelt die notwendige Multiperspektivität in der Ethikberatung wider.
Praxisnah und methodisch vielfältig
Die Referent:innen überzeugten die Teilnehmenden durch eine professionelle und gleichermaßen erfahrene wie praxisorientierte Aufbereitung der Inhalte. Trotz der hohen Lerndichte („Anstrengend, aber atmosphärisch sehr angenehm“, so das Fazit einer Teilnehmerin) sorgten abwechslungsreiche didaktische Formate für eine motivierende Lernumgebung.
Fazit
Die Absolvent:innen sind nun bestens gerüstet, um ethische Fragestellungen in ihren jeweiligen Einrichtungen professionell zu moderieren und die Arbeit in Ethikkomitees aktiv mitzugestalten. Wir gratulieren allen Teilnehmenden herzlich zum erfolgreichen Abschluss!
Dr. Jonas Pawelka
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