Drei WebTalk-Veranstaltungen zum Thema „Frauen und Gesundheit“

Gesundheit hat ein Geschlecht

Bereits im vergangenen Jahr hat das Heinrich Pesch Haus eine WebTalk-Reihe über „Frauen und Gesundheit“ durchgeführt – mit großem Erfolg. „Aufgrund des großen Interesses an unserer WebTalk-Reihe haben wir uns dazu entschieden, diese Vortragsreihe fortzusetzen“, sagt Birgit Meid-Kappner, Bildungsreferentin und Leiterin des Zentrums für Ethik, Führung und Organisationsentwicklung im Gesundheitsweisen (ZEFOG). Die katholische Akademie Rhein-Neckar führt die Reihe in Kooperation mit der Akademie für Frauen und den Gleichstellungsbeauftragten der Städte Ludwigshafen und Frankenthal sowie des Rhein-Pfalz-Kreises durch.

Für die Kooperationspartner*innen ist es aus gleichstellungspolitischer Sicht ein wesentlicher Beitrag, Geschlechtergerechtigkeit gerade auch im Bereich der Medizin zu fördern. „Es ist unbestritten, Gesundheit hat ein Geschlecht, denn jedes Geschlecht weist gesundheitliche Besonderheiten auf. So gibt es zum Beispiel spezifische Erkrankungen, die nur Frauen oder nur Männer betreffen oder geschlechtsspezifisch gehäuft auftreten. Diese Aspekte sollen in der Reihe in den Fokus gerückt werden“, sagt Birgit Löwer, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Frankenthal.

Die Vorträge im Überblick:

Schmerz lass nach! Endometriose – der lange Leidensweg
vieler Frauen

„Schmerz lass nach! Endometriose — der lange Leidensweg vieler Frauen“ darüber spricht Prof. Dr. Hornung am Montag, 12. Dezember, 19.00–20.30 Uhr. Endometriose ist schlichtweg eine „Gebärmutterschleimhaut
am falschen Ort“. Bei der Endometriose wächst Gebärmutterschleimhaut – auch Endometrium genannt – außerhalb der Gebärmutter. Im Allgemeinen ist die Erkrankung gutartig, aber sie verläuft chronisch meist über längere Zeiträume. Leider wird die Erkrankung häufig spät erkannt. Viele Patientinnen berichten über einen langen Leidensweg, bevor die Diagnose gestellt wird. Was sind die typischen Symptome, wie erfolgt die
Diagnose und welche Therapiemöglichkeiten gibt es? Darüber wollen wir heute Abend sprechen.

Prof. Dr. Daniela Hornung ist Direktorin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Diakonissenkrankenhaus der ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe und leitet dort das Zertifizierte klinische und wissenschaftliche
Endometriosezentrum.

Frauenherzen schlagen anders — Gendermedizin in der Kardiologie

Es ist seit vielen Jahren bekannt, dass es geschlechterspezifische Unterschiede auch bei kardiovaskulären
Erkrankungen gibt, insbesondere bei koronaren Herzerkrankungen oder Herzinsuffizienz. „Frauenherzen schlagen anders — Gendermedizin in der Kardiologie“ ist das Thema von Priv.-Doz. Dr. med. Ute Seeland am Montag, 16. Januar 2023, 19.00–20.30 Uhr. Diese Unterschiede werden jedoch bei Frauen und Männern hinsichtlich Diagnostik und Behandlung immer noch zu selten bedacht. Dadurch kommt es häufig zu Verzögerungen in der Diagnostik und Therapie – zum großen Nachteil der Frauen.

Priv.-Doz. Dr. med. Ute Seeland ist Fachärztin für Innere Medizin, GendermedizinerinDGesGM®, und habilitiert im Fach geschlechtersensible Medizin an der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Sie ist Gastdozentin an der
Johannes Gutenberg-Universität in Fortführung an die Klara Marie Faßbinder-Gastprofessur im SoSe 2021
und Mitbegründerin der AG Geschlechtersensible Medizin in Mainz.

Alle Vorträge beginnen um 19 Uhr und werden online durchgeführt. Veranstalter ist das Heinrich Pesch Haus in Kooperation mit den Gleichstellungsstellen der Städte Frankenthal (Pfalz) und des RheinPfalzKreises.
Die Teilnahme ist frei, um eine Spende wird gebeten. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung bis drei Tage vor Veranstaltungsbeginn auf der Homepage des Heinrich Pesch Hauses unter www.heinrich-pesch-haus.de/veranstaltungen gebeten. Für den WebTalk wird ein virtueller Konferenzraum von Microsoft Teams genutzt. Die Teilnahme ist über die MS-Teams-App oder über einen Webbrowser möglich. Der Link zum Webinar wird am Tag der Veranstaltung versendet.

Anmeldung und Service:

Tel.: 0621 5999 – 175
E-Mail:
Wir bitten um Anmeldung aus organisatorischen Gründen bis jeweils 3 Tage vor Veranstaltungsbeginn.